Spielregeln

Bitte beachten !

Dieses Regel-ABC erklärt in alphabetischen Stichworten wichtige Begriffe . Die jeweils anzuwendenden Bestimmungen werden immer in den Wettspielordnungen des WTB und DTB und den Durchführungsbestimmungen zur Verbandsspielrunde festgelegt.  Bitte die unterschiedlichen Regelungen des Verbandes und der einzelnen Bezirke beachten.

Abbruch eines Verbandsspieles

Ab ca. 17.00 Uhr am Samstag und ca. 15.00 Uhr am Sonntag soll erstmals entschieden werden, welche Spiele, auf den Ersatztermin verlegt werden. Über den Abbruch eines Verbandsspieles entscheidet allein der Oberschiedsrichter. Für die Fortsetzung eines abgebrochenen Verbandsspieles gilt, egal ob am nächsten Tag oder später:

  • auf der selben Anlage
  • der bis zum Abbruch ermittelte Punktestand bleibt bestehen
  • abgebrochene Wettspiele sind neu zu beginnen
  • sind am neuen Termin nicht die gleichen Spieler verfügbar, muß eine neue Mannschaftsaufstellung abgegeben werden
  • Spieler, die am ersten Spieltag ihr Doppel beendet haben, dürfen am Nachspieltermin nicht mehr eingesetzt werden.
Abbruch §19

Auch bei einer Fortsetzung am nächsten Tag gilt: Abgebrochene Wettspiele sind neu zu beginnen. Sind nicht dieselben Spieler verfügbar, muß eine neue Mannschaftsaufstellung abgegeben werden

 

Abgabe der Doppelaufstellungen

Die namentlichen Doppelaufstellungen haben die Mannschaftsführer dem Oberschiedsrichter spätestens eine Viertelstunde vor Beginn der Doppelspiele ebenfalls schriftlich zu übergeben. Aufgestellt werden können nur Spieler, die zum Zeitpunkt der Abgabe der Doppelaufstellungen auf der Anlage anwesend sind. Die Doppelspieler müssen nicht zu Beginn des Verbandsspieles schon anwesend sein.
Spieler, die ihr Einzel wegen Verletzung abgebrochen haben, dürfen im Doppel wieder aufgestellt werden.

 

Abgabe der Mannschaftsaufstellung §16

Spätestens eine Viertelstunde vor dem festgesetzten Spielbeginn muß die namentliche Mannschaftsaufstellung schriftlich abgegeben werden und in den Spielberichtsbogen eingetragen werden. Dies gilt auch dann, wenn aus Witterungsgründen noch nicht mit dem Spiel begonnen werden kann.

 

Alternative Zählweisen

Anhang IV der ITF-Tennisregeln
„Ohne Vorteil Spiel“, “Kurzsätze“, Entscheidender Wettspiel-Tie-Break bis 10 Punkte

Die Alternative Zählweisen werden nur angewandt, wenn dies von den Offiziellen vor Beginn der Veranstaltung so festgelegt wurde

Altersklassen Damen und Herren

Damen, Damen 30, 40, 50, 55, 60, 65
Herren, Herren 30, 40, 50, 55, 60, 65, 70
das entsprechende Lebensjahr muß bis zum 31. Dez. des Veranstaltungsjahres vollendet sein.

Altersklassen Jugend (bei Verbandsspielen)

U 18 AK I bis 18 Jahre U 12 AK IV bis 12 Jahre
U 16 AK II bis 16 Jahre U 10 AK V bis 10 Jahre
U 14 AK III bis 14 Jahre U 8 AK VI bis 8 Jahre
das entsprechende Lebensjahr darf am 31. Dezember des Vorjahres des Veranstaltungsjahres noch nicht vollendet worden sein.

Anwesenheit der Spieler §16

Es dürfen nur Spieler aufgestellt werden, die zum Zeitpunkt der Abgabe der Aufstellungen anwesend sind. Die Einzelspieler müssen eine Viertelstunde vor dem festgesetzten Spieltermin anwesend sein, die Doppelspieler eine Viertelstunde nach dem Ende des letzten Einzels.

Anzahl der Plätze §12 WSpO

Der Heimverein bestimmt die Anzahl der Plätze auf denen ein Verbandsspiel begonnen wird. Es müssen mindestens zwei Plätze mit gleichen Belags zur Verfügung gestellt werden. Der Heimverein kann aber auch bestimmen, daß auf mehr als zwei Plätzen – 3,4,5 oder 6 – gespielt wird.

Aufrücken

Werden Spieler der Mannschaftsmeldung nicht aufgestellt, rücken die übrigen Spieler auf. Es dürfen alle Spieler der Mannschaftsmeldung aufgestellt werden. Es ist zulässig, daß an einem Spieltag der Spieler von Position 20 in der ersten Mannschaft aufgestellt wird, und der Spieler von Position 18 in der zweiten Mannschaft. An einem Tag darf aber nicht in zwei verschiedenen Mannschaften gespielt werden, auch nicht in verschiedenen Wettbewerben. ( Jugend und Aktive ).

Aufschlag ist ein Fehler

    • Wenn der aufgeschlagene Ball den Partner des Aufschlägers berührt.
  • Wenn der aufgeschlagene Ball den Netzpfosten bzw. die Einzelstütze berührt.
  • Wenn der aufgeschlagene Ball den Netzteil zwischen der Einzelstütze und dem Netzpfosten berührt.

Aufschlag ist zu wiederholen

    • Wenn der aufgeschlagene Ball das Netz, die Netzhalterung, die Netzeinfassung berührt und danach ins richtige Aufschlagfeld fällt.
  • Wenn der aufgeschlagene Ball das Netz, die Netzhalterung, die Netzeinfassung berührt und dann den Rückschläger bzw. den Partner des Rückschlägers trifft, bevor er den Boden berührt hat.
  • Wenn der Aufschläger mehr als einen Ball zum Aufschlag hochwirft.
  • Wenn der Aufschlag ausgeführt wurde, auch wenn es ein Aufschlagfehler war, obgleich der Rückschläger nicht bereit war.

Aufschläger gewinnt den Punkt

    • wenn der aufgeschlagene Ball den Rückschläger berührt bevor der Ball aufspringt.
  • wenn der aufgeschlagene Ball im Doppel den Partner des Rückschlägers berührt, bevor der Ball den Boden trifft.
  • dies gilt auch dann, wenn der Aufschlag gefangen wird, bzw. als Flugball zurückgespielt wird.

Aufstellen nicht spielfähiger Spieler

Nach mehreren Entscheidungen der Rechtskommission dürfen objektiv nicht spielfähige Spieler nicht aufgestellt werden. Denn Spielberechtigung setzt eine objektive Spielfähigkeit voraus.
Nach §16.5. der Wettspielordnung sind für die Einzel bzw. Doppel die Spieler der Mannschaftsmeldung spielberechtigt, die bei Abgabe der Einzel­ bzw. der Doppelaufstellung anwesend sind.

Spieler die anwesend sind, aber objektiv nicht spielfähig sind – Gips, Krücken, Halskrause, Handverletzung, hohes Fieber .. – dürfen aber nicht aufgestellt werden um ein Aufrücken der nachfolgenden Spieler zu verhindern.

Selbstverständlichkeiten sind im Regelwerk nicht vermerkt. Und um eine solche Selbstverständlichkeit handelt es sich auch in diesem Fall. Ein bereits objektiv nicht spielfähiger Spieler – mit Krücken und Gips … ist dies zweifelsfrei der Fall – kann nicht in der Mannschaftsaufstellung erscheinen, auch wenn er gemeldet und anwesend ist.

Denn Spielberechtigung setzt eine objektive Spielfähigkeit voraus.

Nach § 20.1 der Wettspielordnung gilt:
Hat in einer Mannschaft ein nicht spielberechtigter Spieler mitgewirkt, so werden die von den in der Mannschaftsaufstellung nachfolgenden Spielern ausgetragenen Wettspiele der gegnerischen Mannschaft mit 6:0, 6:0, gutgeschrieben, wobei Einzel und Doppel getrennt gewertet werden

Aus-Ball

Ein Ball ist erst dann Aus zu geben, wenn man zwischen Ball und Linie einen Zwischenraum erkennen konnte.

Ausfall gesetzter Spieler ( § 37 Turnierordnung DTB )

1. Wenn gesetzte Spieler bis 20.00 Uhr am Tage vor Spielbeginn des Wettbewerbes ausfallen (Qualifikation oder Hauptfeld), ist die Setzung entsprechend zu berichtigen. Fällt im
Hauptfeld von den Setzpositionen 1 – 4 ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position aus dem Bereich der Setzpositionen 5 – 8 in aufsteigender Reihenfolge besetzt. Die hierbei
freigewordene Setzposition wird durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt.

Fällt im Hauptfeld von der Setzposition 5 und nachfolgenden Positionen ein gesetzter Spieler aus bzw. fällt in der Qualifikation ein gesetzter Spieler aus, so wird diese Position
durch den bestplatzierten ungesetzten Spieler besetzt.

Die im Auslosungsplan dadurch freiwerdenden Zeilen werden nach §36 Ziffer 1 bzw. Ziffer 2 b) durch Nachrücker bzw. Lucky Loser besetzt.

2. Kommt ein Teilnehmer vor Beginn des ersten Spiels des Wettbewerbs als Nachrücker, Qualifikant oder Lucky Loser ins Teilnehmerfeld, der nach seiner Spielstärke zu setzen ist,
so ist die Setzliste entsprechend zu berichtigen. Danach sind Setzpositionen im Auslosungsplan nach der berichtigten Setzliste zu besetzen. Teilnehmer, die danach nicht mehr
gesetzt sind, kommen auf die freigewordene Zeile des Auslosungsplans. Sind mehrere Zeilen freigeworden, ist zu losen.

Anmerkung:
Wenn die Qualifikation bereits begonnen hat, können im Hauptfeld freiwerdende Zeilen nur durch Lucky-Loser besetzt werden.
Die Spieler sind zu benachrichtigen. Eine Email-Adresse soll in der Ausschreibung genannt werden

Ausländische Spieler (Nationale Verbandsspielrunde)

In einer Mannschaft darf, an einem Spieltag, auf Verbands- und auf Bezirksebene nur ein Spieler aufgestellt und einge-setzt werden, der Nicht-Deutscher ist.
In Jugendmannschaften dürfen auf Bezirksebene zwei Nicht-Deutsche Spieler eingesetzt werden.

Spieler die in Deutschland geboren wurden, sowie Spieler die seit mehr als 5 Jahren in Deutschland leben, sind Deutschen im Sinne der Wettspielordnung gleichgestellt.
Es gilt immer die in den genehmigten Mannschafts-meldungen eingetragene Staatsangehörigkeit.
Die erforderlichen Nachweise müssen zusammen mit der namentlichen Mannschaftsmeldung eingereicht werden.

 

Ausschluß eines Spielers

Ein Spieler, der sich eines groben Verstoßes gegen den sportlichen Anstand schuldig gemacht hat, oder durch Worte oder Handlungen seiner Mißbilligung wiederholt oder in verletzender Weise Ausdruck gegeben hat, oder sich weigert das Amt des Schiedsrichters zu übernehmen, kann von einem neutralen Oberschiedsrichter vom Spiel ausgeschlossen (disqualifiziert) werden. Dem Gästemannschaftsführer als Oberschiedsrichter steht dieses Recht nicht zu. In diesem Fall sind besondere Vorkommnisse auf dem Spielbericht zu vermerken.

Ballabdruck

Gibt es Meinungsverschiedenheiten über den Ballabdruck, kann der Oberschiedsrichter gerufen werden. Sind sich beide Spieler über den Ballabdruck einig, entscheidet der Oberschiedsrichter endgültig. Sind sich die Spieler nicht einig, gilt die Entscheidung des Spielers, auf dessen Platzhälfte sich der Abdruck befindet. Danach soll mit Schiedsrichter weiter gespielt werden.