Generalversammlung 2018

Oberndorf. Der Tennisclub Oberndorf steht 2020 vor einem Umbruch. Bei der Generalversammlung machte der Vorsitzende Waldemar Weiss deutlich, dass am Ende dieser Amtsperiode eine Reihe altgedienter Vorstandsmitglieder aufhören wird. Aus seiner Sicht ist es aber auch dringend geboten, dass verstärkt jüngere aktive Mitglieder das Ruder übernehmen sollten, um mit neuen Ideen die Zukunft des Vereins zu gestalten.

Der Vorsitzende stellte fest, dass die geringe Resonanz bei den recht wenigen vom Vorstand organisierten geselligen Veranstaltungen ernüchternd sei und demotivierend wirke. „Es steckt doch ein enormer Aufwand dahinter.“  Weiss schloss aus dieser Entwicklung auf ein Desinteresse an gemeinsamen Vereinsaktivitäten. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, konnte sich Weiss vorstellen, dass das Vorstandsgremium nur zwei Events ausrichtet: die Eröffnung der Freiluftsaison sowie den Saisonabschluss mit Clubmeisterschaften und Jan Waldmüllers grandiosem Kochevent. Ansonsten sollten die Mannschaften selbst die ein  oder andere gesellige Veranstaltung, beispielsweise Schleifchenturniere, initiieren.

Positiv bewertete Weiss die sehr gute wirtschaftliche Lage und das erfolgreiche sportliche Abschneiden der aktiven Mannschaften sowie das Engagement im Hobbyspielbereich. Sorge bereitet ihm der anhaltende Mitgliederschwund, der dazu führt, dass nur noch eine aktive Herrenmannschaft gemeldet werden könne und die Herren 60 als Vierer-Team antreten müsse. Auch bei der Jugend verzeichne der TCO trotz des kostenlosen Trainingsangebots keinen Aufschwung. Insgesamt fiel seine Bilanz der Tennissaison 2018 aber positiv aus.

Sportwart Bastian Bippus skizzierte ein erfolgreiches Sportjahr 2018: Die erste Herrenmannschaft stieg als Meister der Bezirksklasse 1 in die Bezirksliga auf, die Damen 50 machten es ihnen als Tabellenzweiter mit dem Aufstieg in die Staffelliga nach. Die zweite Herrenmannschaft zeigte mit einem dritten Tabellenplatz ihre spielerische Weiterentwicklung. Die Herren 50 landete auf dem zweiten Platz, die Herren 60 belegten den dritten Platz. Besonders freute sich Bippus über die Resonanz und den Verlauf bei den Doppel-Clubmeisterschaften, bei den sich der Jugendliche Max Gaal zusammen mit Michael Wolf im Finale gegen Davor Dukic und Ante Gudelj durchsetzen.

Jaroslaw Boronczyk bedauerte, dass er aufgrund einer beruflichen Veränderung seine Ideen nicht habe umsetzen können. Er dankte Claudia Gaal, dass sie kurzerhand für ihn eingesprungen sei, und appellierte an die Mitglieder, sich in der Betreuung von Jugendlichen zu engagieren.

Breitensportwart Bernhard King   verwies darauf, dass das Freitagstraining für Freizeitspieler gut angenommen worden sei. Wichtig sei es, dass sich erfahrene Mitglieder Neueinsteigern als Spielpartnern anböten. Positiv sah er die Entwicklung bei den von Sabine Eisele so engagiert betreuten und organisierten Hobbyteams. Diese sollten weiter gefördert werden. Daher würden er und die bisherige Vergnügungswartin Sabine Eisele die Posten tauschen.

Eisele sah das Experiment, dass Mannschaften für die Bewirtung eines Events zuständig seien, als geglückt an. Die Damen 50 hätten mit der hervorragend gestalteten Eröffnung die Messlatte  für die anderen Teams recht hoch gelegt. Das von den Hobbyspielerinnen betreute Sommerfest sei okay gewesen. Wie Weiss und Bippus bezeichnete sie die von den Herren 1 und 2 bewirteten Clubmeisterschaften mit Jan Waldmüllers fantastischer und origineller  Burger-Party als Höhepunkt im  Vereinsjahr. „Da herrschte eine tolle Atmosphäre. Ich war überrascht, wie gut sich Männer  organisieren können“,  bemerkte sie schmunzelnd.

Liegenschaftswart Wieland Vogt freute sich über die ausgezeichnete Beteiligung bei den Arbeitseinsätzen zum Herrichten der Plätze. „So haben wir nur zwei große Arbeitseinsätze benötigt“. Die Damen 50 und die Hobbydamen  hätten das Clubheim wieder auf Hochglanz gebracht. Vogt würdigte die Arbeit der beiden Platzwarte Klaus Elsässer und Siegfried Weichenhain,  deren Einsatz den guten Zustand der Plätze über die gesamte Saison gewährleistet habe. Die Windhose im August habe allerdings erheblichen Schaden an den Außenanlagen angerichtet.

Kassiererin Angelika Hörl präsentierte ein erhebliches  Plus in der Kasse, das für ein gutes finanzielles Polster sorge. Die Kassenprüferinnen Andrea Bippus und Elli Bister lobten die gute Kassenführung. Tomas Kieninger verband mit dem Antrag auf Entlastung des Vorstands mit dem Hinweis, die gute Kassenlage auch für eine Sanierung des Clubhauses zu nutzen. Um einen Aufschwung bei der Jugend einzuleiten, bedürfe es eines starken  engagierten Teams. Die Entlastung fiel einstimmig aus.